Vereinskonto Vergleich - kostenlose Konten für e.V.

In Deutschland gibt es ca. 600.000 eingetragene Vereine und zusätzlich eine unbekannte Anzahl nicht eingetragener Vereine. Die meisten Vereine benötigen ein Vereinskonto, um zum Beispiel Mitgliedsbeiträge verwalten zu können. Wir stellen daher in unserem Vereinskonto Vergleich vier Angebote von Filial- und Direktbanken vor. Allerdings bieten nur die wenigsten Banken in Deutschland kostenlose Vereinskonten an.

Neben den in der Tabelle vorgestellten Geschäftskonten, offerieren häufig ebenfalls die Sparkassen und Volksbanken vor Ort günstige Vereinskonten. Diese insgesamt ca. 1.000 regionalen Kreditinstitute nehmen jedoch nur Kunden aus ihrem eigenen Geschäftsgebiet. Am besten erkundigt man sich daher zusätzlich bei seiner örtlichen Sparkasse oder Volksbank nach den Konditionen für ein Vereinskonto.

Empfehlenswerte Vereinskonten im Vergleich

  Gebühren Geld abheben in Deutschland Besonderheiten

Skatbank Geschäftskonto

Skatbank TrumpfKonto Vereine

Kontoführung 0€

beleglose Buchung 0€

Maestro + girocard5€

Mastercard Kreditkarte20€

An 19.000 Geldautomaten 0€ mit Maestro + girocard

 

Kontoführung für nicht eingetragene Vereine 7,50€

- 50 Buchungen kostenlos p.M., sonst je 0,10€

Je SMS-TAN 0,10€ (photoTAN 0€)

Optional Gemeinschaftsvollmacht (20€ einmalig)

keine Filialen / Einzahlung nicht möglich

Fidor Bank Geschäftskonto

Fidor Bank Geschäftskonto

Kontoführung 0€

beleglose Buchung 0€

Mastercard Kreditkarte 24,95€

Mastercard Kreditkarte 3€

50.000 Geldautomaten

Keine kostenlosen Abhebungen

Keine Eröffnung als Vereinskonto mehr möglich

Holvi Geschäftskonto

Holvi Builder Konto

Kontoführung 0€

beleglose Buchung 0€

Mastercard Kreditkarte0€

Mastercard Kreditkarte2,5%

2,5% auf den Abhebebetrag
Keine Eröffnung als Vereinskonto mehr möglich

Postbank Geschäftskonto

Postbank Vereinskonto

Konto ab 5,90€

beleglose Buchung 0,20€

VPAY-Bankkarte 0€

VISA Kreditkarte30€

VPAY-Bankkarte 0€

9.000 Geldautomaten

Die ersten 6 Monate keine Kontoführungsgebühr

Kontogebühr 9,90€ (5,90€ ab 5.000€ Habensaldo (Guthaben) auf dem Konto)

Filialbank und Möglichkeit Geld einzahlen

Weitere (teurere) Kontenmodelle 

Welche Bank bietet das beste Vereinskonto an?

Bank für VereineWir können mit unserem Vereinskonto Vergleich keinen kompletten Marktüberblick anbieten. Wir haben bei den meisten Direktbanken und überregionalen Privatbanken recherchiert, ob ein spezielles Girokonto für Vereine angeboten wird. Kostenlose und günstige Vereinskonten finden Sie in der Tabelle. Unser Meinung nach zu teure Angebote, bzw. Angebote die von den Konditionen her nicht mit den vorgestellten Konten mithalten können  (z.B. EthikBank oder GLS Bank) haben wir nicht in den Vergleich  aufgenommen.

Außerdem können wir wie angesprochen keine der ca. 1.000 regionalen Kreditinstitute (z.B. Sparkassen und Volksbanken ) berücksichtigen. Für eingetragene (und gemeinnützige) Vereine bieten einige regionale Kreditinstitute kostenlose oder zumindest günstige Geschäftskonten an. Sparkassen und Volksbanken eröffnen Girokonten jedoch nur für Kunden aus ihrem Geschäftsgebiet (Regionalprinzip). Mit einem Anruf oder dem Besuch der Internetseite der örtlichen Sparkasse /Volksbank lässt sich relativ leicht überprüfen, ob man ein preiswertes Vereinskonto vor Ort erhält.

Um das für seinen Verein beste Vereinskonto zu finden, sollte man daher die in der Tabelle vorgestellten Girokonten mit dem Angebot seiner örtlichen Sparkasse oder Volksbank vergleichen. Außerdem muss man sich Gedanken machen, ob man Filialen vor Ort benötigt, um z.B. Bargeld einzahlen zu können. Bei den ersten drei in der Tabelle vorgestellten Konten kann man nur über kostenpflichtige Umwege Bargeld auf sein Vereinskonto einzahlen (Skatbank oder Fidor Bank sind Direktbanken).

Muss Bargeld auf das Vereinskonto eingezahlt werden?

Nur bei den wenigsten Direktbanken haben Kunden die Möglichkeit kostenlos Bargeld auf ihr Girokonto einzuzahlen (z.B. comdirect oder Norisbank, ING). Diese Direktbanken bieten allerdings alle keine Vereinskonten an. Muss man häufiger Bargeld auf sein Vereinskonto einzahlen, weil z.B. Spenden oder Mitgliedsbeiträge bar bezahlt werden, ist eine Direktbank die falsche Wahl. In diesem Fall kommt man leider nicht um ein kostenpflichtiges Vereinskonto bzw. Geschäftskonto bei einer Filialbank herum.

Die Postbank bietet z.B. ein Geschäftskonto an, welches von eingetragenen Vereinen eröffnet werden kann. Bareinzahlungen sind jedoch selbst bei der Postbank und anderen Geschäftskonten nicht kostenlos, sodass man am besten versucht so wenig Barzahlungen wie möglich anfallen zu lassen. Man kann zum Beispiel einzelne Bareinnahmen sammeln und gebündelt zur Bank bringen, da die Kosten in der Regel für jede Einzahlung anfallen und nicht von der Höhe des Einzahlungsbetrages abhängig sind (bzw. wie bei der Postbank nur in 5.000€ Schritten die Gebühren für Einzahlungen höher ausfallen).

Die Postbank bietet außerdem weitere Kontenmodelle an. In der Tabelle stellen wir das Geschäftskonto mit der günstigsten Kontoführungsgebühr vor. Bei den auf den ersten Blick teureren Geschäftskonten ist zwar die Kontoführungsgebühr höher, aber dafür sind die Preise für beleglose und beleghafte Buchungen geringer. Für größerer Vereine, mit vielen Mitgliedern und Kontovorgängen, können sich eventuell die anderen Kontenmodelle der Postbank lohnen. 

Vereinskonto ohne Notwendigkeit Bargeld einzuzahlen?

Bargeld einzahlen

Muss nur selten bis nie Bargeld auf das Vereinskonto eingezahlt werden, kann mit gutem Gewissen ein Vereinskonto bei einer der vorgestellten Direktbanken eröffnet werden. Der Vorteil der Direktbanken liegt in der günstigen bzw. zum Teil sogar kostenlosen Kontoführung. Die Banken bieten vollwertige Geschäftskonten, die auch von Vereinen genutzt werden können.

Aufgrund der fehlenden Filialen können Direktbanken generell günstigere Konditionen anbieten. Die ersten drei Vereinskonten aus der Tabelle werden vermutlich preislich von keiner anderen Bank in Deutschland zu toppen sein, da es kaum günstiger als kostenlos geht.

Kostenloses Vereinskonto?

Bei einem Geschäftskonto und ebenfalls bei einem Vereinskonto berechnen die meisten Banken und Sparkassen nicht nur eine Kontoführungsgebühr, sondern ebenfalls Gebühren für einzelne Leistungen. In der Regel wird jede einzelne Bewegung auf dem Konto, wie z.B. eine Überweisung oder die Abbuchung einer Lastschrift in Rechnung gestellt. 

Die in der Tabelle aufgeführte Postbank berechnet z.B. eine Kontoführungsgebühr von 9,90€ (bzw. 5,90€ mit einem Durchschnittsguthaben von mindestens 5.000€) und für jede beleglose Buchung zusätzlich noch 0,20€. Beleghafte Buchungen (zum Beispiel das Abgeben einer Überweisung in Papierform am Schalter) sind deutlich teurer. Diese Buchungsgebühren liegen bei anderen Privatbanken auf einem ähnlichen Niveau und sind bei vielen Sparkassen und Volksbanken oft noch höher. 

Es gibt jedoch einige wenige Direktbanken, die bei ihren geschäftlichen Girokonten weder eine Kontoführungsgebühr, noch Gebühren für beleglose Buchungen verlangen. Drei dieser Anbieter erlauben es, dass ihre Konten von Vereinen eröffnet und genutzt werden können. Somit können die Konten der Skatbank und der Fidor Bank als kostenloses Vereinskonto genutzt werden (Bei Holvi ist die Eröffnung als Vereinskonto (aktuell) nicht mehr möglich).

Bei der Skatbank erhalten Vereine auf Wunsch noch günstige Karten zum Vereinskonto. Die EC-Karte (girocard + Maestro) wird für 5€ im Jahr und die Mastercard Kreditkarte für 20€ im Jahr angeboten. Beide Karten müssen nicht bestellt werden. Viele Vereinskonten werden komplett ohne Karte auskommen.

Bestes Vereinskonto aus dem Vergleich?

Bestes VereinskontoUnser Meinung nach bietet die Skatbank das beste Girokonto für Vereine an. Die Skatbank ist ein Tochterunternehmen / eine Zweigstelle der Volksbank Altenburger Land e.G. und bietet das "Skatbank TrumpfKonto Vereine" bereits seit einigen Jahren erfolgreich an.

Das Vereinskonto der Skatbank überzeugt nicht nur durch die fehlenden Kosten (keine Kontoführungsgebühr, 50 kostenlose Buchungen im Monat und bis zu 2 kostenlos Skatbank Cards für Bevollmächtigte), sondern bietet Extras, die andere Banken ihren Vereinskunden nicht bieten.

Gemeinschaftsvollmacht beim Vereinskonto

Einige Vereine haben eine Gemeinschaftsvollmacht in ihrer Satzung vereinbart. Kontoverfügungen können dann nur gemeinsam von zwei Bevollmächtigten vorgenommen werden. Beispielsweise müssen dann für die Ausführung einer Überweisung beide Bevollmächtigte zustimmen und zusammen oder nacheinander am Schalter der Bank erscheinen und der Transaktion zustimmen. Inzwischen gibt es auch Lösungen für das online Banking, die eine Gemeinschaftsvollmacht umsetzbar machen.

Die Skatbank bietet für die Zahlung von einmalig 20€ die Freischaltung für das "Internetbanking Special Edition" an. Durch die Freischaltung kann man eine gemeinsame Verfügungsberechtigung vereinbaren, für die sich die Bevollmächtigten nicht einmal am selben Ort aufhalten müssen. Jeder Bevollmächtigte segnet die offenen Transaktionen mittels Internetbanking von seinem PC aus ab. Erst wenn alle Zustimmungen erfolgt sind, wird die Transaktion ausgeführt.

Das Internetbanking Spezial bietet weitere Vorteile, die für (größere) Vereine ebenfalls sinnvoll sein können:

  • Einreichung von Einzel- und Sammelüberweisungen
  • Einreichung von Einzel- und Sammellastschriften
  • Übermittlung von SEPA-XML-Dateien
  • Freigabe von Dateien von Service-Rechenzentren
  • verteilte elektronische Unterschrift: Zahlungsverkehrsaufträge können über das Internet ortsunabhängig erteilt werden.
  • gemeinsame Verfügungsberechtigung (Gemeinschaftsvollmacht)
  • Informationen über offene Dispositionsumsätze: Sie können online Einblick in noch offene Dispositionsvorgänge nehmen.

Vereinskunden der Skatbank können nach der Freischaltung Lastschriften von den Konten ihrer Mitglieder abbuchen lassen (Punkt zwei), um auf dieses Weise zum Beispiel Mitgliedsbeiträge einziehen zu können. Die Skatbank zahlt (uns) keine Provision oder sonstige Vergütung für die Vorstellung oder Vermittlung ihrer Konten. Vermutlich ist die fehlende Vergütung auch der Grund dafür, dass das Konto in anderen Vergleichen nicht oder zumindest nicht sehr weit oben auftaucht.

Eingetragener oder nicht eingetragener Verein?

Ein Verein wird durch die Eintragung ins Vereinsregister zu einem eingetragenen Verein und hat das Kürzel "e.V." hinter seinem Namen zu tragen (z.B. Hasenzüchterverein XY e.V.). Ein eingetragener Verein ist eine juristische Person (des Privatrechts) mit eigener Rechtspersönlichkeit. Informationen über die Voraussetzungen für einen eingetragenen Verein finden Sie u.a. beim deutsches Ehrenamt e.V..

Der größte Vorteil der Eintragung eines Vereins liegt in der Haftungsbeschränkung. Bei einem nicht eingetragenen Verein haftet der jeweils Handelnde für Schäden mit seinem Privatvermögen. Ein eingetragener Verein hat dagegen eine eigene Rechtspersönlichkeit und haftet mit seinem Vereinsvermögen (und nicht mit dem Vermögen des Handelnden). 

Vereinskonto für einen nicht eingetragenen Verein?

Von den vorgestellten Banken eröffnen drei Vereinskonten nur für eingetragene Vereine. Unsere Nachforschungen haben ergeben, dass ebenfalls die meisten Sparkassen und Volksbanken nur ein Vereinskonto eröffnen, wenn der Verein im Vereinsregister eingetragen wurde. Teilweise muss sogar noch eine Gemeinnützigkeit des Vereins nachgewiesen werden, damit eine Kontoeröffnung möglich ist.

Eine der wenigen Ausnahmen bildet die Skatbank, die bei nicht eingetragenen Vereinen allerdings einen monatlichen Kontopreis in Höhe von 7,50€ erhebt. Auf Buchungskosten und Gebühren für die Bankkarte verzichtet die Skatbank jedoch weiterhin. Es erscheint somit nicht nur aus Haftungsgründen, sondern ebenfalls aus Kostengründen vorteilhafter einen Verein eintragen zu lassen. Kostenlose Vereinskonten existieren nur für eingetragene Vereine.

Kann man ein Privates Konto als Vereinskonto nutzen?

Bei einem nicht eingetragenen Verein besteht sicherlich die Möglichkeit, dass ein Mitglied ein privates Girokonto für die Angelegenheiten seines Vereins nutzt. In Deutschland werden vermutlich sehr viele kleinere Vereine über ein Zweitkonto bzw. Privatkonto eines Mitglieds verwaltet. Dennoch sollte man sich darüber bewusst sein, dass diese Handhabung nicht mit den mit der Bank abgeschlossen Verträgen konform ist.

Bei der Kontoeröffnung hat man schließlich versichert und unterschrieben, dass das Girokonto nur für private und nicht für geschäftliche Zwecke genutzt wird. Man verstößt somit gegen den unterzeichneten Kontovertrag und läuft Gefahr, dass das Konto gekündigt wird, wenn die Bank von der Nutzung für den Verein erfährt bzw. dies anhand der Umsätze feststellt. Dennoch, zumindest bei kleineren Vereinen mit wenigen Zahlungen sollte die Nutzung eines privaten Kontos nicht auffallen. Wenn man für seinen nicht eingetragenen Skatverein ab und zu Überweisungen bzw. Beiträge von seinen Mitgliedern erhält, sollte man als Verwendungszweck eben nicht "Vereinsbeitrag" oder ähnliches angeben.

Eine Bank verbietet zwar offiziell die nicht private Nutzung eines Privatkontos. Allerdings wird man bei den Banken und Sparkassen sicherlich nicht auffallen, wenn nur wenige nicht private Umsätze über das Konto laufen oder aus den Überweisungen zumindest nicht direkt ablesbar ist, dass es sich um Vereinsbeiträge handelt.